Unsere Atmung:
Die Bauchatmung ist unsere natürlichste Atmung. Babys zum Beispiel atmen so, der ganze Körper bewegt sich beim Atmen.
Der Atem ist Träger allen Lebens. Der erste Atemzug ist einatmen und der letzte Atemzug ist das Ausatmen. Dazwischen findet unser Leben statt. Der Atem verbindet uns mit allem Lebendigen, mit der Welt, in der wir leben und mit den ursprünglichen Kräften des Seins. Beim Einatmen weitet sich der Brustkorb, die Lunge dehnt sich aus und es strömt Luft ein. Beim Ausatmen zieht sich die Lunge wieder zusammen und Luft entweicht. Die Atembewegungen werden durch Muskeln erzeugt, vor allem durch das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskeln. Die Atmung wird vom Nervensystem gesteuert, läuft aber die meiste Zeit unbewusst ab. Der Atem steht für Lebenskraft und die Lunge für die Lust am Leben. Ein Thema, das der Lunge und dem Dickdarm zugeordnet wird, ist das Loslassen und das FREIGEBEN.
Was passiert beim Einatmen?
Mindestens 10.000 Liter Luft strömen jeden Tag ganz automatisch durch unsere Lungen. So werden wir ausreichend mit Sauerstoff versorgt.
Man kann zwischen Mundatmung und Nasenatmung unterscheiden. Gesünder ist die Nasenatmung, denn hier wird die Luft durch Härchen und Schleimhäute in der Nase gereinigt, angefeuchtet und vorgewärmt. Bei Anstrengung wird die Atmung schneller und tiefer, damit mehr Sauerstoff ins Blut gelangt. Bei der Bauchatmung atmen wir tief ein, das Zwerchfell bewegt sich beim Einatmen nach unten zum Bauch hin, so dass die Lunge mehr Platz hat und unsere Organe dabei massiert und besser durchblutet werden.
Was passiert beim Ausatmen?
Beim Ausatmen entspannt sich die Atemmuskulatur, das Lungenvolumen verkleinert sich, und die Luft wird wieder durch die Atemwege hinausgedrückt. Das Ausatmen ist weitgehend eine passive Tätigkeit, die keine Anstrengung erfordert. Wenn wir ausatmen, lockert sich unser Zwerchfell und bewegt sich nach oben. Die Bauchdecke geht nach innen zur Wirbelsäule hin. Das System der Atmung befreit das Blut von
überschüssigem Kohlendioxid und füllt es zugleich mit Sauerstoff wieder auf. Tief ausatmen verschafft außerdem eine
verstärkte Parasympatikus-Aktivität und kann damit einen Ausgleich von Stress herstellen. Unser Nervensystem wird ruhiger, ein tiefes Loslassen kann geschehen.
Atemmeditation:
Sitze bequem, so dass dein Körper entspannt sein kann und dein Becken Raum hat, um sich zu bewegen. Lege eine Hand auf deinen Bauch und beobachte. Atme langsam durch die Nase tief ein und spüre, wie sich dein Bauch langsam ausdehnt, so dass sich deine Hand nach oben
bewegt und du einen Buddha Bauch bekommst. Nimm wahr wie du Leben und Licht einatmest, wie jeder Moment vollkommen neu ist. Einatmen ist ein sich öffnen fürs Leben. Lasse jetzt deine Atmung durch den gesamten Körper fließen und entspanne dich in den äußersten Punkt des
Einatmens hinein und halte dort einen Moment inne. Dann atme durch leicht geöffnete Lippen wieder langsam und tief durch den gesamten Körper aus. Sei mit deiner Aufmerksamkeit bei der Atmung und folge dem Atemrhythmus mit deiner Präsenz. Entspanne dich jetzt in den äußersten
Punkt des Ausatmens hinein. Atme ganz aus, so dass alle Luft ausgeatmet wird und eine ganz natürliche Pause entsteht. Halte dort einen Moment inne. Lasse alles los was dich belastet. Lasse alles abfließen, was du nicht mehr brauchst. Ein tiefes Freigeben kann geschehen, bevor das Einatmen wieder geschieht und du neue Lebensenergie, Mut und Freude in dich einatmest. Die Wirbelsäule ist dabei geschmeidig, als wäre sie Wirbel für Wirbel mit goldenem Licht umhüllt. Dein Becken kreist leicht und bewegt sich ganz natürlich mit der Atmung mit. Deine Atmung bewegt sanft deinen gesamten Körper du öffnest dich für das sanfte Fließen deiner Energie. Atme so eine Zeitlang ohne Anstrengung und lasse alles
geschehen.
Nach der Atemmeditation:
„Halte fünf Minuten inne und verbinde dich mit deiner Seele, deinem inneren Licht. Nimm die Wärme im Schoßraum und die leuchtende Sonne im Herzen wahr. Stelle dir vor du hast ganz viel Raum für Ausdehnung in dir und um dich herum. So als würdest du in einem Meer aus Licht sitzen. Leuchte nun in alles hinein, was dir gerade im Leben begegnet, ob angenehm oder schwierig. Berühre alles mit deinem Licht."

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